Digitales Übertragungsverfahren, das zu Beginn der 90er Jahre als Weiterentwicklung von HDSL entwickelt wurde. ADSL ist aber erst seit kurzer Zeit genormt, so dass es noch wenig verbreitet ist. Es erlaubt auf den Kupferleitungen des Telefonnetzes relativ hohe Übertragungsraten und läßt dabei die analoge Telefonübertragung unangetastet, weil es erst im Frequenzbereich ab 20 kHz arbeitet. Während mit HDSL breitbandige Duplex-Verbindungen möglich sind, ist ADSL unsymmetrisch ausgelegt. So stehen im Upstream (vom Nutzer ins Netz) maximal 768 KBit/s und im Downstream maximal 6,144 MBit/s zur Verfügung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Modems kann ADSL aber nur wenige Kilometer überbrücken. Damit kann man die Vermittlungsstelle des Netzbetreibers erreichen, der dort für eine Verschaltung mit dem Internet sorgen muß. ADSL verwendet DMT als Modulationsverfahren. Wie ISDN besitzt es einen Steuerkanal, der mit einer Kapazität von 16 oder 64 Bit/s für die Signalisierung zwischen Nutzer und Netzknoten vorgesehen ist. Der Nutzer wird über einen ADSL-Adapter an das System angeschlossen.
Bitraten Upstream: 16, 64, 160, 384, 576 oder 768 kBit/s Bitraten Downstream: 1,536, 3,072, 4,608 oder 6,144 MBit/s (USA) bzw. 2,048, 4,096 oder 6,144 MBit/s Europa Überbrückbare Leitungslänge: 2,7 bis 5,5 km Benötigte Adernpaare: 1 Benutzte Bandbreite: ca. 1 MHz Telefon im Basisband: ja ISDN im Basisband: nein, aber als ADSL-Kanal integriert |